Die größte und wichtigste Veranstaltung im schwul-lesbischen Jahreskalender ist sicherlich der CSD Köln / ColognePride. Immer am ersten Juli-Wochenende feiern und demonstrieren mehr als eine halbe Million Teilnehmer und Besucher in der Kölner Innenstadt mit einer großen CSD Parade.
Neben Party und Spaß stehen dabei deutlich die politischen Inhalte im Vordergrund, die jedes Jahr in einem neuen Motto verarbeitet werden.
CSD steht für Christopher-Street-Day und erinnert an die ersten öffentlichen Schwulenproteste gegen Diskriminierung in der New Yorker Christopher Street Ende der 1960er.
Neben unzähligen Politik-, Kultur- und Partyveranstaltungen bilden vier Elemente den Kern des CSD-Wochenendes: die Kölner Aids-Gala am Freitagabend, das CSD-Straßenfest in der Altstadt von Freitag bis Sonntag sowie die beliebte, bunte CSD-Parade am Sonntag.
2008 fand erstmals eine große Party mit über
10.000 Gästen in der LANXESS arena, der größten Veranstaltungshalle der
Stadt, statt. Unter dem Namen COLOUR haben sich die Partymacher Kölns
zusammengeschlossen und haben dem tanzbegeisterten Publikum auf
verschiedenen Flächen erlesene DJs und heiße Show-Acts geboten.
Die Kölner Aids-Gala wird von der
Lebenshaus-Stiftung zugunsten der AIDS-Hilfe Köln ausgerichtet und
findet traditionell im Maritim Hotel statt. Hochkarätige Künstler und
ein schillerndes Publikum machen die Gala zu einem der wichtigsten
gesellschaftlichen Ereignisse der Kölner Szene.
Für Diskussionsrunden und Kleinkunst in familiärer Stimmung sorgt die sogenannte Politur-Bühne. Auf der Open-Air-Tanzbühne motivieren namhafte internationale DJs die Menge zum ausgelassenen Tanzen. Absoluter Höhepunkt des Wochenendes ist die Parade am Sonntag. Pünktlich um 12.00 Uhr startet der Demonstrationszug auf der rechten Rheinseite in Deutz und schlängelt sich von dort durch die Innenstadt zum Dom. Stolze 30.000 Teilnehmer präsentieren sich in Fußgruppen oder als Passagiere auf circa 80 Fahrzeugen. Hunderttausende jubeln vom Straßenrand aus zu und bringen damit ihre Sympathie mit Lesben und Schwulen zum Ausdruck. Schrillen Kostümen und ausgelassener Partystimmung zum Trotz – die Teilnehmer machen durch die Gestaltung ihrer Wagen eines jederzeit deutlich sichtbar: Schwule und Lesben fordern (politische) Gleichberechtigung und vollständige gesellschaftliche Akzeptanz.
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